Pressemitteilung 2026-013 07.09.2026

Stopp Cindy-S e.V.
Erzhausen | Messel | Egelsbach und umliegende Gemeinden

Als PDF öffnen

Stopp Cindy-S e.V. im Hessischen Landtag: Austausch mit Staatsminister Mansoori über CINDY-S - Fortsetzung vereinbart

(Erzhausen, 7. September 2026)

Eine Delegation des Vereins Stopp Cindy-S e.V. hat am Mittwoch, 2. September 2026, im Hessischen Landtag mit Staatsminister und stellv. Ministerpräsident Kaweh Mansoori und Staatsministerin Heike Hofmann über die Flugroute CINDY-S gesprochen.  Beide Seiten verabredeten einen weiterführenden Austausch.

Der Verein war mit einer Delegation aus Vorstand und Fachgruppen vertreten. Die fachliche Analyse trugen Prof. Dr.-Ing. Stefan Noll, Ortsbeirat und technischer Analyst aus Groß-Zimmern, sowie Dr. med. Florian Unbehaun, Gesundheitsanalyst aus Groß-Zimmern, vor. Beide legten beiden Regierungsmitgliedern die Daten, die regulatorische Bewertung und die technische Analyse dar, auf denen die Arbeit des Vereins gegen CINDY-S von Beginn an beruht.

Im Zentrum des Gesprächs stand die Kritik des Vereins an der Abwägung, die der Einführung von CINDY-S zugrunde liegt. Die Delegation legte dar, dass eine Entlastung dicht besiedelter Gebiete nicht durch die Verlagerung und Streuung von Fluglärm in bislang unbelastete Räume erkauft werden dürfe, wenn die Gesamtbelastung dadurch erheblich zunimmt. Gleiches gelte für die Neubelastung von Gebieten, die vor dem 10. Juli 2025 überhaupt nicht überflogen wurden. Der Verein forderte, die Abwägung für CINDY-S auf Grundlage realer Messdaten neu vorzunehmen - nicht auf Grundlage von Berechnungen - und die Praxis zu beenden, Betroffene über Schwellenwerte und Indizes rechnerisch aus der Bilanz zu entfernen.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Monitoring der Route. Der Verein trug seine Kritik an Methodik und Aussagekraft der bisherigen Auswertungen vor, darunter die Dauerschallpegelerhöhung von 5 bis 6 dB(A) in Erzhausen bei Tag und bei Nacht sowie die Zunahme der Direktfreigaben über Messel von 169 auf 754 Bewegungen.

Nach Einschätzung des Vereins wurden die vorgetragenen Argumente von Minister Kaweh Mansoori ernst genommen. Ein Folgetermin per Videokonferenz wurde angeboten und vom Verein angenommen.

Der Verein wird die Fluglärmkommission (FLK) über die beim Hessischen Landtag eingereichte Petition gegen CINDY-S  unterrichten. Die Petition steht kurz vor 5.000 Unterschriften.

"Wir sind mit Fakten und ohne Aufregung in dieses Gespräch gegangen, und genau so wurde es geführt", sagt Jürgen Hadasik, 2. Vorsitzender von Stopp Cindy-S e.V. "Dass ein Folgetermin verabredet wurde, nehmen wir als Zeichen, dass unsere Argumente ernst genommen werden. Entschieden ist damit nichts - die Route fliegt weiter über unsere Häuser, jeden Tag."

Der Verein wird seine Kritik am 16. September in die Sitzung der Fluglärmkommission einbringen und dort auch auf die laufende Petition verweisen.

Die Forderungen des Vereins bleiben unverändert: die sofortige Aussetzung der Route CINDY-S sowie ein transparentes, wissenschaftlich fundiertes Überprüfungsverfahren durch BAF und DFS.

Bild1

Eine Delegation von Stopp Cindy-S e.V. im Gespräch mit Staatsminister Kaweh Mansoori und Staatsministerin Heike Hofmann über die Flugroute CINDY-S, am 2. September 2026 im Hessischen Landtag. V.l.n.r.: Dr. med. Florian Unbehaun, Gesundheitsanalyst, Groß-Zimmern; Prof. Dr.-Ing. Stefan Noll, Ortsbeirat und technischer Analyst, Groß-Zimmern; Staatsminister Kaweh Mansoori; Staatsministerin Heike Hofmann; Christoph Papke, Luftfahrt-Spezialist, Messel; Jürgen Hadasik, 2. Vorsitzender, Ortsbeirat Egelsbach; Daniel Scuka, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Erzhausen. Foto: M. Pausch/ Stopp Cindy-S e.V.

Bild direkt herunterladen: https://www.stopp-cindy-s.de/files/Pressemitteilungen/PM_2026_013_Bild1.jpg

-- END --

Pressekontakt
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Stopp Cindy-S e.V. · Bayerseich 1, 64390 Erzhausen
Amtsgericht Darmstadt, VR 85080

Pressemitteilungen: https://www.stopp-cindy-s.de/index.php/pressemitteilungen

Über Stopp Cindy-S e.V.

Stopp Cindy-S e.V. ist ein eingetragener Verein, der die Interessen von weit mehr als 70.000 Anwohnerinnen und Anwohnern südlich des Frankfurter Flughafens vertritt. Sie alle sind seit der Einführung der Abflugroute CINDY-S am 10. Juli 2025 neu von übermäßigem und rechtlich umstrittenem Fluglärm betroffen. Der Verein bündelt und koordiniert das Vorgehen der betroffenen Kommunen Mörfelden-Walldorf, Langen, Groß-Zimmern, Büttelborn, Egelsbach, Erzhausen, Gräfenhausen, Wixhausen, Messel und Schneppenhausen.

Der Verein setzt sich für die sofortige Aussetzung des Betriebs der Route CINDY-S sowie für ein transparentes und wissenschaftlich fundiertes Überprüfungsverfahren zur Genehmigung der Route durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) und die Deutsche Flugsicherung (DFS) ein. Zu seiner Arbeit zählen die Durchführung unabhängiger, gerichtsfester Lärmmessungen, die Koordinierung von Beschwerden und rechtlichen Schritten sowie der direkte Dialog mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern und den zuständigen Behörden.