VORLAGE C: Schreiben an die Politik (vollständiger Mustertext zum Anpassen)
SO GEHT'S (diese Zeilen vor dem Absenden löschen):
1. An: Landkreis/Landrat, Landtagsabgeordnete, Staatsminister Mansoori, Staatsministerin Hofmann, Staatsminister Pentz. Ein Schreiben pro Person oder mehrere im Verteiler.
2. Anrede: Sehr geehrter Herr Landrat NAME / Sehr geehrte Frau Abgeordnete NAME / Sehr geehrter Herr Staatsminister Mansoori / Sehr geehrte Frau Staatsministerin Hofmann / Sehr geehrter Herr Staatsminister Pentz
3. Der Text ist vollständig. Ersetzen Sie die GROSSGESCHRIEBENEN Platzhalter und passen Sie ihn in Ihren Worten an. Kürzen ist erlaubt (z. B. nur einen der drei Absätze Moralisch/Politisch/Wissenschaftlich behalten). Am wichtigsten sind Ihre persönlichen Sätze und die Bitte am Schluss.
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Betreff: CINDY-S: Bitte um Ihre Unterstützung für ein Moratorium und eine unabhängige Überprüfung
ANREDE,
ich wohne in WOHNORT und bin von der Flugroute CINDY-S unmittelbar betroffen. PERSÖNLICHE SÄTZE (2 bis 3 Sätze: Was bedeutet CINDY-S für Ihren Alltag und Ihre Familie?)
Ich wende mich an Sie, weil CINDY-S aus meiner Sicht ein moralisches, politisches und wissenschaftliches Versagen ist.
Moralisch, weil die Last ungleich verteilt wurde. Wer neu und stärker belastet ist, wurde weder geschützt noch entschädigt noch offen informiert. Die Bürgerinnen und Bürger der meisten neu oder stärker belasteten Gemeinden wurden nicht beteiligt. Faire Lastenteilung heißt, dass die Last geteilt wird, und nicht, dass sie denen aufgebürdet wird, die am wenigsten mitzureden hatten.
Politisch, weil das Verfahren massive Fehler aufweist. Das Forum Flughafen und Region räumt in einem eigenen Protokoll ein: "Es wurden offenbar nicht alle betroffenen Kommunen in gleichem Maße einbezogen." In den Vorständen und Leitungsgremien von FFR und FLK sind Darmstädter Interessen stark vertreten, die Landkreise Offenbach und Darmstadt-Dieburg, die besonders betroffen sind, dagegen kaum oder gar nicht. Die Überprüfung der Route liegt bei Stellen, die an ihrer Entwicklung selbst beteiligt waren, und eine Prüfung der Gesamtbelastung der Region wurde nicht vorgelegt. Eine Entscheidung mit solchen Mängeln, die von der Öffentlichkeit mehrheitlich abgelehnt wird, verliert ihre Legitimation.
Wissenschaftlich, weil die Auswirkungen berechnet statt gemessen wurden, und das teils mit Methoden, die für Kurvenflüge nicht dem Stand der Technik entsprechen. Nur ein Bruchteil der neu und stärker belasteten Menschen taucht überhaupt in den Berechnungen auf; für alle anderen gibt es weder Vorher- noch Nachher-Berechnungen oder -Messungen. Das Monitoring ist nicht ergebnisoffen: Es gibt weder ein Ziel, an dem sich CINDY-S messen lassen muss, noch einen Beleg, dass die ursprünglichen Berechnungen stimmen. Messungen haben keine Konsequenzen, und die Zusammenarbeit mit kommunalen und privaten Messstationen findet nicht statt. Prof. Dr.-Ing. Stefan Noll hat das bei der Informationsveranstaltung am 8. Oktober 2026 in Erzhausen mit knapp 500 Teilnehmenden so zusammengefasst: Das "wissenschaftliche Monitoring" ist "ein Fake, eine Farce".
Meine Bitte an Sie:
Bitte unterstützen und befürworten Sie
1. ein sofortiges Moratorium für CINDY-S und
2. eine vollständige, unabhängige und wissenschaftliche Überprüfung von Route und Verfahren: durch externe, unabhängige Institute, auf Basis von Messungen, unter Einbeziehung aller Alternativen und unter angemessener Beteiligung aller betroffenen Kommunen und Landkreise.
Am 2. Dezember 2026 berät die Fluglärmkommission über CINDY-S und über den Antrag der Landkreise Offenbach und Darmstadt-Dieburg sowie der Gemeinde Erzhausen auf Stopp der Route. Ich bitte Sie, sich bis dahin öffentlich und gegenüber den zuständigen Gremien dazu zu positionieren, und ich bitte um eine schriftliche Antwort.
Ich bedanke mich im Voraus, dass Sie mein Anliegen ernst nehmen.
Mit freundlichen Grüßen
NAME
STRASSE, PLZ ORT